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    On 23.08.2020
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    Tsatsiki freundet sich mit dem Motorradstreifen-Polizisten Göran an und da Tina aus finanziellen Gründen ein Zimmer vermieten will, zieht Göran kurzerhand bei Tsatsiki und seiner Mutter ein.

    Göran verliebt sich in Tina, und obwohl Tsatsiki lieber möchte, dass seine Mutter mit Göran als mit dem Bassisten der Band zusammen ist, hat er anfänglich Schwierigkeiten damit, seinen Freund mit seiner Mutter zu teilen.

    Als Tinas Träume, ein Livekonzert und ein Plattenvertrag, mit ihrer Band in Erfüllung gehen, gelingt es auch Tsatsiki sie von seinem Traum, der Reise nach Griechenland, zu überzeugen.

    Doch die Wirklichkeit ist anders als das idealisierte Vaterbild, das der Junge immer mit sich trug.

    Sich seine Träume zu erfüllen kann manchmal sehr wichtig sein — vielleicht auch nur, um der Wahrheit ein bisschen mehr auf die Spur zu kommen.

    Die Geschichte des achtjährigen Hauptprotagonisten rankt sich um verschiedene Stränge und Figuren seines kleinen Lebens und liefert den Zuschauerinnen und Zuschauern einen überschaubaren und dennoch verzweigten Mikrokosmos.

    Die Regisseurin beschränkt sich auf sparsame Bilder und gibt der Erzählung Zeit sich zu entwickeln.

    Die Filmlänge gibt dem Jungen Gelegenheit neben seinen Bindungen zur Mutter und zu Göran solche zu seinem Schulfreund, zur neuen Lehrerin, zu einer ihn umschwärmenden Klassenkameradin und letztlich zum fremden griechischen Vater aufzubauen, die alle auf ihre Weise den Zuschauer anrühren.

    Die Filmemacherin beweist zudem Mut, die Geschichte mit unkonventionellen Protagonisten auszustatten, die bei aller Individualität keine Helden sein müssen, um etwas Besonderes sein zu können.

    Neben dem quirligen Samuel Haus in der Hauptrolle, spielt die wunderbare Alexandra Rapaport die Rolle der jungen Mutter.

    Victor ist 13 Jahre alt. Vor kurzem ist sein Vater gestorben und er fährt in den Ferien zu seinem Onkel und seiner Tante, die am Meer ein kleines Strandhotel führen.

    Der Aufenthalt dort erweist sich zur Überraschung Victors zunehmend als kurzweilig. Insbesondere die gleichaltrige Fania fasziniert ihn auf eine für ihn ganz neue Art und Weise.

    Sein verstorbener Vater ist als Raumschiff-Commander stets an seiner Seite. Auch Fania taucht in den Träumen immer wieder auf.

    Der nahtlose Wechsel zwischen der Wirklichkeit und dem fantasierten Universum hilft Victor über den Tod seines Vaters ein wenig hinweg.

    Doch muss er auch feststellen, dass sich Probleme letztlich nicht durch Hinwegträumen lösen lassen. Und was er in der Realität herausfinden muss, kann Victor nur mit Fania zusammen durchführen: Wie es ist, wenn sich ein Junge und ein Mädchen küssen Die Ästhetik der Fantasieabenteuer erinnert an alte Science Fiction-Serien.

    Die Kostüme und Gerätschaften wirken wie aus einer kindlichen Plastik-, Spiel- und Verkleidungswelt. In Zeiten nahezu unbegrenzter tricktechnischer Möglichkeiten müssten die Abenteuervisionen des Jungen nicht unbedingt so simpel dargestellt sein.

    Doch zeigt sich im Verlauf des Films dieses scheinbare Manko als durchaus nachvollziehbares, dramaturgisches Mittel.

    Victor muss sich durch sein Heranreifen mehr und mehr aus dieser naiven, einfach gestrickten Spielzeugwelt lösen. Der Film endet mit einer der schönsten Szenen des diesjährigen Kinderfilmfests: Fania und Victor stehen sich auf dem Bahnsteig gegenüber.

    Aus der Ferne werden sie vom Onkel und von Fanias Vater beobachtet. Schmunzelnd vereinbaren die beiden Erwachsenen eine Wette: Wer wird wen zuerst küssen?

    Kinderfilme, die sich mit Tod und Sterben beschäftigen, finden sich in den letzten Jahren insbesondere auf Festivals immer wieder.

    Der zwölfjährige Owen ist krebskrank und leidet stark unter der Angst vor dem Sterben. Die Freundschaft zu seinem geheimnisvollen Nachbarn Mr.

    Als Mr. Rice gespielt von Popstar David Bowie plötzlich stirbt, fühlt sich Owen verlassen und verraten. Als Owen mit seinen Freunden heimlich Nachts im Haus von Mr.

    Rice stöbert, findet er einen an ihn gerichteten versiegelten Brief. Mit dieser verschlüsselten Botschaft beginnt ein spannendes und schwieriges Rätsel, dessen Lösung mit Owens Leben zu tun haben muss.

    Mit Hilfe eines geheimnisvollen Zauberrings, den er vom Nachbarn einmal bekommen hatte und dem Videoband, das Owen von Mr.

    Dieser wurde dank eines rätselhaften Lebenselixiers ein dampfender phosphoreszierender Zaubertrank um die vierhundert Jahre alt.

    Dieser Heiltrunk steht nun Owen zur Verfügung. Doch wird dieser nicht unmittelbar zum Zaubermittel gegen die Krankheit. Die Tatsache, um die Wirkung der Flüssigkeit zu wissen, weckt in Owen den Lebensmut und er fühlt sich so gut wie nie zuvor.

    Allein dadurch werden seine Blut-Werte stetig besser und er verabreicht den Trank einem gleichaltrigen Leidensgenossen, dessen Kampf gegen die Krankheit verloren scheint.

    Bei aller Realitätsbezogenheit von Owens schicksalhafter Krankheit überrascht der im Verlauf der Geschichte zunehmende Einsatz von Märchen- und Fantasy-Elementen.

    Rice scheint Owen mit seinem Rätselrennen mehr zu schikanieren als ihm wirklich eine Hilfestellung zu bieten. Und, dass Owen voller Selbstzweifel immer und immer wieder zu Mr.

    Rices Grab läuft und mit seinem Schicksal hadert ist zwar nachvollziehbar, aber lässt die Geschichte doch sehr auf der Stelle treten.

    Nicholas Kendall hat sich mit seinem Film auf eine Gratwanderung begeben. Dabei rutscht sein Bild der Realität doch gelegentlich zu sehr ins Klischeehafte ab.

    Dennoch scheint er am Ende noch die Kurve zu kriegen und fängt den aus der Geschichte abdriftenden Zuschauer gerade nochmal auf.

    Er entlässt sein Publikum mit dem Gefühl, einen anrührenden und hoffnungsfrohen Film gesehen zu haben. Das Gelingen dieser Gratwanderung ist wohl der Grund, dass die elfköpfige Kinderjury den Film mit einer lobenden Erwähnung bedacht hat.

    Einen beträchtlichen Anteil an der Qualität des Films hat mit Sicherheit der junge Bill Switzer, der als Owen eine bewundernswerte schauspielerische Leistung abliefert und problemlos neben David Bowie besteht.

    Regie: Nicholas Kendall - Buch: J. Wyman - Kamera: Gregory Middleton - Musik: Simon Kendall, Al Rodger - Darsteller: David Bowie Mr.

    Rice , Bill Switzer Owen - Produktion: Kanada New City Productions - Länge: 92 Minuten. Regie und Buch: Vincent Bal - Kamera: Glynn Speeckaert - Musik: Wim De Wilde - Darsteller: Ides Meire Victor , Charlotte De Ruytter Fania , Peter Gorissen Onkel Rick , Katelijne Damen Tante Jeanne - Produktion: Belgien Favourite Films - Länge: 85 Minuten.

    Regie: Ella Lemhagen - Buch: Ulf Stark - Kamera: Anders Bohman - Musik: Popsicle - Darsteller: Samuel Haus Tsatsiki , Alexandra Rapaport Tina , Jacob Ericksson Göran , George Nakas Vater - Produktion: Schweden, Norwegen, Dänemark Felicia Film AB - Länge: 91 Minuten.

    Das Zwölf Spielfilme und 21 Kurzfilme aus 26 Ländern bildeten ein internationales, qualitativ zum Teil sehr hochwertiges Programm. Thomas Hailer, Leiter des Kinderfilmfests, bewies bei der Auswahl der Filme in diesem Jahr wiederum Mut zu nachdenklichen Stoffen.

    Die anrührende Geschichte eines Mädchens, das ein jüngeres Mädchen entführt und mit diesem umherzieht, war in fantastischen Farben und Bildern erzählt und erhielt unzählige Preise.

    Artur Reinhart hat den Film auch produziert. Der jährige Kundel ist aus dem Kinderheim abgehauen.

    Irgendwo am Flussufer kommt Kundel auf einem alten Schiff unter — zwar zurück in seiner Heimatumgebung, aber nicht dort, wo er Liebe findet oder sich zu Hause fühlen kann.

    Allmählich freundet er sich mit der gleichaltrigen Tochter einer reichen Familie an, die nahe des alten Kahns wohnt. Das Mädchen kann sich selbst und das Leben nicht gut leiden, aber beide verbindet die Suche nach Zuneigung, Glück und einem festen Platz im Leben.

    Allmählich entwickelt sich eine behutsame Beziehung zwischen den Kindern. Nur in der völligen Absenz der Erwachsenenwelt finden sich Momente voller Harmonie und Frieden.

    Von den Erwachsenen gehen Bedrohungen und Enttäuschungen aus. Die diskriminierende Frage eines Polizisten, warum Kundel überhaupt leben würde, rahmt den Film ein.

    Auf den Internetseiten www. Er basiert auch auf einer wahren Geschichte, was ihn noch echter wirken lässt.

    Ein Film zum Weinen und zum Nachdenken, der einem tief ins Herz geht. Der Film führt uns an die Küste Dänemarks im Sommer Der Bauernsohn Frits ist wie alle seine Mitschüler der Tyrannei des diktatorischen Schulleiters ausgesetzt.

    Als Frits vom Direktor beinahe ein Ohr abgerissen wird, verändert sich für den Jungen vieles. Mit Hilfe seiner Eltern versucht er gegen den Despoten anzugehen.

    Auch vom neuen und so andersartigen Lehrer Freddie, der das aufgeknöpfte Hemd lässig über der Hose trägt, bekommt Frits Unterstützung.

    Doch der Direktor hat viel Macht und Personen, die ihm den Rücken stärken. Auch Freddie merkt, dass es nicht leicht ist, gegen Autorität und alte Strukturen anzukommen.

    Die Botschaft des Films geht dabei weit über eine Romantisierung der Hippiezeit hinaus. Regisseur Niels Arden Oplev versteht sich hervorragend auf das Wechselspiel von Spannung und Entspannung.

    Dankbar beteiligten sich die jungen Zuschauer mit ihren Emotionen und honorierten die Geschehnisse mit Szenenapplaus. Darsteller: Piotr Jagielski Kundel , Agnieszka Nagorzycka Marble , Edyta Jungowska Kundels Mutter , Basia Szkaluba Marbles Schwester.

    Empfohlen ab 12 Jahren. Darsteller: Janus Dissing Rathke Frits , Anders W. Berthelsen Freddie Bent Mejding Direktor Lindum-Svendsen , Sarah Juel Werner Iben.

    Empfohlen ab 10 Jahren. Auffällig viele Beiträge der Internationalen Filmfestspiele Berlin beschäftigten sich mit den tragischen und komplizierten Momenten des alltäglichen Zusammenle-bens der Menschen.

    Studien der Zerrissenheit von Beziehungen und der Suche nach Glück — insbesondere unter den Bedingungen von Ein-Eltern-Familien — waren in den unterschiedlichsten Sparten zu finden.

    Viele der filmischen Erzählungen sind im Alltag angekommen und stellen sich stärker denn je realistischen Problemen und deren Lösungsversuchen. Jeweils zwei Filme beeindruckten in den ambitionierten Programmbereichen Panorama und Kinderfilmfest ganz besonders.

    Neben dem begehrten Panorama-Publikumspreis erhielt das Portrait einer israelischen Mittelschichtsfamilie noch den Preis des Internationalen Verbandes der Filmkunsttheater C.

    Dafna Ulmann lebt mit ihren vier Kindern in der israelischen Hafenstadt Haifa. Vor kurzem ist ihr Mann gestorben und die Familie steht noch unter dem Einfluss des Schocks und der ökonomischen Nöte, die der Tod des Vaters mit sich brachte.

    Die jährige Maya ist die Älteste und muss zur Entlastung der Mutter die Verantwor-tung für ihre drei Geschwister mit übernehmen.

    Auf ihren Bruder Yair, der nur wenig jünger ist, kann sie sich derzeit überhaupt nicht verlassen.

    Er hat die Schule hinge-schmissen und jobbt als Verteiler von Werbeprospekten. In der Anfangssequenz ist Maya im Bühnen-Outfit für den langerwarteten Auftritt mit ihrer Rockband gekleidet.

    Auf ihrem Rücken sind Engelsflügel befestigt. Den Song, den sie mit ihren Freunden auf einem Festival vortragen soll, hat sie selbst geschrieben.

    Doch ein Anruf der Mut-ter zwingt sie, noch vor dem Auftritt nach Hause zu fahren. Sie muss auf die 5-jährige Schwester Bar und den jährigen Bruder Ido aufpassen.

    Maya wird zur Hauptpro-tagonistin der Geschichte und der Familie. Wie weit die Familie vom normalen Alltag entfernt ist, wird deutlich, als Ido sich in einen leeren Swimmingpool stürzt.

    Anhand der zunächst episodischen Inszenierung entwickelt Regisseur Nir Bergman ein realistisches und bewegendes Drama einer plötzlich entwurzelten Fami-lie.

    Die Schilderung des traumatisierten Alltags der einzelnen Familienmitglieder er-gibt ein in sich stimmiges und eindringliches Gesamtwerk.

    Bergman bringt uns die wachsende Isolierung der einzelnen Familienmitglieder nahe und verdeutlicht damit umso mehr das Bedürfnis und die Notwendigkeit familiärer Geborgenheit.

    Flower ist 16, ihr Bruder Garnet ist 8 Jah-re alt. Bei Garnets Geburt ist die Mutter gestorben und Vater Ed hat ihren Tod nie verkraftet.

    Die Beziehung zu seinen Kindern ist von diesem Drama geprägt und Ed ist kaum in der Lage sich auch emotional um die Kinder zu kümmern.

    Flower hat zu-nehmend das Gefühl, in ihrer Rolle als Garnets Ersatzmutter vom Vater ausgenützt zu werden. Als sie von ihrem ersten Freund schwanger wird, verlässt sie nach einem heftigen Streit das Haus.

    Eds gestörte Beziehung zu Garnet vermag er einzig da-durch zu verbessern, dass er dem 8-Jährigen ein Luftgewehr schenkt. Der Junge lernt schnell mit der Waffe zu treffen und bekommt dadurch die ungewohnte Aner-kennung seines Vaters.

    Als Garnet eines Tages mit Eds Pistole verschwunden ist, scheint sich eine Tragödie anzubahnen.

    Der jährige Regisseur Keith Behrman schafft in seinem Spielfilmdebüt eine be-klemmende Atmosphäre. Der Vater tritt seinen Kindern gegenüber autoritär, aber nicht tyrannisch auf.

    Vielmehr ist er verbittert und mürrisch, Garnet gegenüber nahe-zu ignorant. Alles was an emotionaler Fürsorge im familiären Haushalt stattfindet, läuft über Flower.

    Mehr und mehr merkt die Jährige aber, dass sie sich auch um ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen kümmern muss, womit Garnet nicht ohne weiteres zurecht kommt.

    Er fühlt sich für den Tod der Mutter während seiner Geburt verantwortlich und wird nun auch von Flower verlassen, die ein Kind erwartet.

    Für Garnet ist sein Leben wie ein aussichtsloser Kampf gegen eine kalte Welt. Der Schauplatz des öden, wolkenverhangenen kanadischen Hinterlands unterstützt diese Perspektive und ermöglicht dem Film die Gratwanderung zwischen bedrohlichen und zarten Stimmungen.

    Auch im Kinderfilm überwiegten dieses Jahr die ernste-ren Stoffe. Die Bedrohungen und Schwierigkeiten, die Heranwachsende im Alltag zu meistern haben, sind zwar keine speziellen Phänomene unserer Zeit, aber in der Form ihrer Inszenierung brisant und erschütternd aktuell.

    Die jährige Carol reist zum ersten Mal in ihrem Le-ben mit ihrer Mutter in deren spanischen Geburtsort. Die Familie hat in New York gelebt und Carols amerikanischer Vater kämpft als Pilot bei den internationalen Bri-gaden.

    Das Mädchen steckt voller Energie und lässt sich auch von den frechen Dorf-jungen nicht unterkriegen.

    Im Gegenteil: mit ihrem starken Willen und ihrer cleveren Art verschafft sich Carol deren Bewunderung. Zum gleichaltrigen Tomiche entwickelt sich eine zarte und tiefe Freundschaft.

    Auf dem Land ist Carol zwar vor dem Krieg sicher, nicht jedoch vor den damit verbundenen Kontroversen. In einer anrührenden Szene überfliegt der Vater unter Lebensgefahr das Dorf mit seiner Militärmaschine und wirft zu Carols Geburtstag ein Geschenkpaket ab.

    Als die Republikaner den Krieg verlieren, ist Carols Vater auf der Flucht und findet Unterschlupf im Dorf. Beim Versuch den Vater zu retten, wird irrtümlich Tomiche von einer Verfolgerkugel getroffen und stirbt.

    Für Carol ist die Reise damit noch nicht zu Ende. Trotzdem findet das Publikum immer wieder zu hoffnungsvollen Augenblicken zurück und nährt sich an der behutsam optimistischen Energie der Hauptfigur.

    Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, dass Regisseur Imanol Uribe aus El Salvador stammt und dadurch zum einen die besondere Sensibilität in der Inszenierung der Reise Carols nach Spanien aufbringt, zum anderen auch die individuellen Schicksale eines Bürger- Kriegs darzustellen vermag.

    Levy war Studienkollege von Nir Bergman an der Sam Spiegel Film and Television School in Jerusalem.

    An Bord befindet sich auch die Mutter eines Jungen aus der Nachbarschaft. Das Teenagermädchen Noa und ihre Freunde Yoav und Dany fühlen sich aufgerufen, selbst aktiv zu werden.

    Mit einer Maschinenpistole, die Yoav seinem Vater entwendet, entführen die drei einen palästinensischen Nachbarjungen. Sie machen Erpresserfotos von dem geknebelten Kind und übermitteln diese an die Presse.

    Während das Ultimatum der Flugzeugentführer näher rückt und nichts über das Verschwinden des Jungen in den Nachrichten kommt, stellt Noa allmählich fest, dass sie diesen eigentlich sehr nett findet.

    In einer Schlüsselszene stürzt Noa mit ihrer Geisel in ein Kellerloch. Die beiden müssen sich nun gegenseitig helfen. Der arabische Junge reicht seiner Entführerin die Hand, um sie heraus zu ziehen.

    In die-ser Geste konzentriert der Filmemacher den Wahnsinn alltäglicher Gewalt und zeigt, wie stark diese mit dem täglichen Leben in Israel verknüpft ist.

    Alle diese Filme zeigen auf unterschiedliche Weise eine radikale und schonungslose Welt, in der sich die Heranwachsenden zurecht finden müssen.

    Die kindlichen und jugendlichen Protagonisten werden dabei jedoch nicht zu passiven Opfern degra-diert, sondern kommen durch das Festhalten an eigenen Werten in die Lage sich selbst, aber auch anderen weiter zu helfen.

    Filme sollen und dürfen das Publikum unterhalten. Filme, die aber zusätzlich etwas zu sagen haben, die Plädoyers sind für Freundschaft und Zusammenhalt, die starke Mädchenfiguren zeigen — wie Maya, Flower, Carol oder Noa — sind leider selten.

    Auf sie kann man nie genug aufmerksam machen. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin gab es ein Jubiläum zu feiern: Das Kinderfilmfest ging über die Filmbühne, mit elf Spielfilmen und 15 Kurzfilmen.

    Zu den wichtigen Konstanten zählt bis heute sicher die Internationalität des Programms. Beiträge aus 16 verschiedenen Nationen gewährleisteten auch — zusätzlich zur breiten Palette an Genres — wieder spannende Einblicke in zahlreiche Kulturen.

    Eine weitere Tradition — und dies gilt über das Berliner Filmfest hinaus für den gesamten Bereich des Kinos für Kinder — sind die immer wieder hervorragenden Filme aus Skandinavien.

    Gefühl und SpannungEine dänisch-schwedisch-norwegische Koproduktion ist dieser Debütfilm des jährigen Hans Fabian Wullenweber.

    Das Publikum kam mit dieser Kombination bestens zurecht. Die jährige Ida gerät ganz nach ihrem Vater — zumindest was die Leidenschaft zum Klettern betrifft.

    Idas Vater war früher ein bekannter Bergsteiger, bis er bei einer Tour im Himalaya einen schweren Unfall hatte. Inzwischen betreibt er eine Gokart-Bahn.

    Idas Vater erkrankt sehr schwer und nur eine teure Operation in den USA kann sein Leben retten. Mit aller Energie versucht Idas Mutter Kredite zu bekommen — ein aussichtsloses Unterfangen.

    Die Zeit drängt, denn der Zustand des Vaters verschlechtert sich zusehend. Für Ida gibt es nur einen Ausweg, um an die nötigen 1,5 Millionen Kronen für die Operation zu gelangen: den Tresor der CCT Bank knacken.

    Der Tresor der modernen Bank ist in einem 30 Meter hohen Turm aufgehängt, bewacht von Kameras, einem Sicherheitsdienst und scharfen Hunden.

    Ida ist auf die Mithilfe von Jonas und Sebastian angewiesen. Die beiden sind zunächst nicht begeistert von Idas verrückter Idee.

    Verfolgungsjagden, Stunts und Action, aber auch Freundschaft, Liebe und Enttäuschungen finden ihren Platz in der Geschichte.

    Zudem wartet der Film mit einer Mädchenfigur auf, die mit Durchsetzungsvermögen und Raffinesse ihr Ziel im Auge behält und ihre Umgebung für sich zu gewinnen vermag.

    Regisseur Wullenweber ist es gelungen die Technik und Dramaturgie actionreicher Filme mit einer guten Story zu verbinden. Viktor steckt am liebsten mit seinen beiden Freunden Arnor und Roger zusammen.

    Viele Dinge treiben die drei um. Und so haben sie beschlossen, eine Band zu gründen, obwohl keiner ein Instrument spielen kann. Aber die Jungs sind sich sicher, dass die Mädchen trotzdem auf eine Band abfahren.

    Weil die drei Freunde so mit ihren eigenen Plänen beschäftigt sind, merkt Viktor zunächst gar nicht, dass mit seinem Bruder etwas nicht stimmt und dass sich alle zunehmend merkwürdig benehmen.

    Eines Tages erzählt Ole, dass er gar nicht Viktors leiblicher Bruder sei, denn Onkel Reidar ist der echte Vater. Ole Kristian ist an Krebs erkrankt und muss immer häufiger in die Klinik.

    Erst allmählich wird Viktor klar, was sein Bruder meinte, als er sagte, dass vielleicht einmal Viktor der Stärkere der beiden sein würde. Nadine, Viktors gleichaltrige Freundin, deren Zuneigung ihn noch recht verwirrt, spricht aus, was niemand zu sagen wagt: Ole Kristian hat Leukämie.

    Ole geht es immer schlechter und er stirbt. Viktor muss dafür sorgen, dass das ewige Schweigen in der Familie ein Ende hat. Der Film erzählt von der ersten Einstellung an konsequent vom Hauptprotagonisten aus.

    Die Zuschauer können sich mit Viktor identifizieren - mit seinen Erfahrungen und mit den Entscheidungen, die er fällen muss. Gefördert durch die dichte Inszenierung Lars Bergs und das eindringliche Spiel von Hauptdarsteller Eirik Evjen.

    Dabei schafft dieser Film bei aller Tragik des Themas auch unterhaltende und hoffnungsfrohe Momente.

    Er merkt, dass es ihm in diesem Augenblick auch ein kleines bisschen gut geht. Die jährige Regisseurin und Drehbuchautorin hat einen behutsamen und melancholischen Film inszeniert, der durch die kleine Hauptdarstellerin Henriette Confurius und durch die Gesamtchoreographie beeindruckte.

    Elisa geht diesmal nicht zum Ballettunterricht. Ihre Mitschülerinnen kommen ihr heute besonders doof und kindisch vor.

    Elisa traut sich nicht, ihn anzusprechen, aber ihr Horoskop hat gesagt, dass heute etwas Wunderbares passieren würde. Der Film taucht ohne Moralisieren in Elisas Gedankenwelt ein und will keine spektakulären Geschehnisse porträtieren, sondern beweist Gespür für Details.

    Die Geschichte lässt den Tagträumen einfach freien Lauf. Wir dürfen gespannt sein. Eide Nadine , Jonas Lauritzsen Ole Kristian , Lasse Kolsrud Viktors Vater , Janne Kokkin Viktors Mutter , Robert Skjaerstad Onkel Reidar — Produktion: Norwegen, Schweden Paradox Produksion AS — Länge: 76 MinutenBallett ist ausgefallen Ballet was cancelled Regie: Anne Wild — Buch: Anne Wild — Darsteller: Henriette Confurius Elisa , Matthias Schweighöfer Holger , Maria Petz Laura , Lena Stolze Frau mit Cellokasten — Produktion: Deutschland Jost Hering Filmproduktion — Länge: 14 Minuten.

    Das Kinderfilmfest der Internationalen Filmfestspiele Berlin setzte in diesem Jahr deutliche Akzente gegen den Mainstream.

    Es zeichnete sich ein deutlicher Trend zu eher realen und alltagsbezogenen Geschichten ab. Vielfach wer-den die Geschichten mit nachdenklichen Botschaften und in ernsten Tönen erzählt.

    Regisseur Maryo J. Delos Reyes erzählt die berührende Geschichte des 9-jährigen Magnifico. Der Junge begegnet den schicksalhaften Ereignissen, von denen seine Familie ge-troffen wird, mit Warmherzigkeit und Tatendrang.

    Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Familie zerschlägt sich, als Magnificos älterer Bruder Miong die Schulaus-bildung in Manila abbricht.

    Die Lage ist ohnehin angespannt, denn die behinderte jüngere Schwester der beiden benötigt sehr viel Pflege. Zudem setzt er alles daran, seiner Schwester den sehnlichsten Wunsch zu erfüllen, einmal den weit entfernten Jahrmarkt zu besuchen.

    Das Einfühlungsvermögen, mit dem sich der Junge den schwierigen Situationen stellt, wirkt sich zunehmend positiv auf das Lebensgefühl der ganzen Familie aus.

    Die Energie des 9-jährigen überträgt sich nachhaltig auf seine Umgebung und vermag selbst den Tod zu überdauern. Die Rolle des Jungen gleicht einer Erlöserfigur oder zumindest einem Hoffnungsträger, der vorübergehend auf die Erde kommt, um den Menschen Zuneigung und Hilfe zu bringen.

    Re-gisseur Delos Reyes verlangt dem Zuschauer einiges ab, indem er der Geschichte einen tragischen Verlauf gibt.

    Mit einer authentischen Inszenierung des philippini-schen Alltags, der intensiven Darstellung realistischer Personen und der emotionalen Tiefe geht der Film unter die Haut.

    Die Erwachsenen sind dabei nicht unbe-dingt hilfreich. Sarah ist das schönste Mädchen von Paris. Babcock 14 - C. Gray -Man 23 - D. Gray man 46 - D.

    Gray-Man - D. Grayman 12 - D. Douglas 14 - D. Gay-Man 87 - D. Gray Man - D. Gray Man Cosplayer - D. Angel 35 - d.

    Bruce Banner 62 - Dr. Donald Mallard 26 - Dr. Sheldon Lee Cooper 11 - Dr. Drakken 44 - Dr. Franken Stein 37 - Dr.

    Hannibal Lecter 16 - Dr. Harleen F. Quinzel 26 - Dr. Harleen Quinzel - Dr. John Watson 98 - Dr. Leonard Hofstadter 19 - Dr. Pamela Isley 68 - Dr.

    Slump 42 - Dr. Stein 75 - Dr. Strange 19 - Dr. Watson 16 - Dr. Who - Dr. Zed 12 - Dr. R 25 - Fa Mulan 45 - Fabel 70 - Fabeln 21 - Fabeltiere 70 - Fabelwesen 70 - Fabienne 29 - Fabius 34 - Fable Clash!

    Flourite 16 - fb 30 - FBI 21 - FBM - FBM 13 34 - FBM 15 - FBM 16 54 - FBM 18 - FBM - FBM 82 - FBM 14 - fbm 18 - FBM15 25 - Feanor 22 - fedcon - Federn 12 - Fee - Fee-Typ 12 - Feelinara - Feels 31 - Feferi Peixes 14 - Fei Long Liu 30 - Feier 17 - Feilong 33 - FeiLong Liu 50 - Feld 74 - Feliciano Vargas - Felicity Smoak 25 - Felidae 11 - Feline 89 - Felix von Anantya 14 - Fell 15 - Fels 35 - fem denmark 28 - fem norway 11 - fem!

    Austria 17 - Fem! Captain America 13 - fem! Castiel 81 - Fem! Cosplay 32 - fem! Denmark 14 - fem! Eleven 28 - fem!

    Hetalia 11 - Fem! Es ist der Versuch, die Energiewende gegen die vermeintlich zwangsläufigen Negativfolgen wie erhöhte Stromkosten auszuspielen.

    Das Gegenteil aber ist der Sinn der Energiewende, weil durch höhere Effizienz neben dem ökologischen zugleich ein ökonomischer und sozialer Nutzen entsteht.

    Diese handfeste Logik dürfte in ganz Europa verstanden werden, sodass nichts gegen eine deutsche Vorreiterrolle spricht. Es ist eine Chance.

    Günther Oettinger sollte sie nutzen. Dass das Thema Atom Deutschland noch länger begleiten wird, zeigte am Freitag eine weitere Debatte in Berlin — die über den Atommüll.

    Eine Einigung für eine bundesweite Atommüll-Endlagersuche ist bisher noch nicht in Sicht. Nun soll das Atomgesetz so geändert werden, dass eine Lagerung in Ländern wie Russland theoretisch möglich ist.

    Die Regierung betont aber, dass der Müll nicht abgeschoben werden soll. VON MARGIT HUFNAGEL W ir schreiben das Jahr nach Christus.

    Ganz Europa ist von den gierigen Steuerbeamten besetzt… Ganz Europa? Ein von unbeugsamen Männern bevölkertes Land hört nicht auf, den sozialistischen Ausbeutern Widerstand zu leisten.

    Was ist nur mit diesem Franzosen los? Mon dieu, Monsieur Depardieu! Vom genialen Schauspieler ist nur noch ein peinlicher Selbstdarsteller übriggeblieben, dessen Ego inzwischen sämtliche Landesgrenzen zu sprengen vermag.

    Wie kleinlich! Nun ist es das gute Recht von Depardieu — einem der bestbezahlten französischen Schauspieler —, sich über einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent zu empören.

    Sich dafür aber zum Tanzbären für den Autokraten Putin zu machen, ist kein Heldenstück, sondern ein Trauerspiel. ANZEIGE SÜDKURIER NR. JANUAR 2 Themen des S AÜ M 2 D KSThemen U T ARGI E, R5.

    N JRA. N4U A RM P2 0 1 3 des Tages Tages Zum Tag GESAGT IST GESAGT E X T RE M I S M US Augen nach rechts Im April steht der aufwühlende Prozess um die Morde der NSU an.

    Ein zeitgleiches NPD-Verbotsverfahren sollte sich das Land im Wahljahr ersparen. VON KARINA CHRISTEN V oraussichtlich im April wird im Münchener Oberlandesgericht ein Prozess beginnen, wie ihn Deutschland noch nicht erlebt hat.

    Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte stehen wegen ihrer möglichen Beteiligung an zehn Morden vor den Richtern. Und wegen Mitgliedschaft in einer rechtsterroristischen Vereinigung.

    Ein Heer von Zeugen und Juristen wird versuchen aufzuschlüsseln, wie geschehen konnte, was nie hätte passieren dürfen. Ein rechtsextremistisches Terror-Trio — offenkundig mit breiter Unterstützung in der rechten Szene — zog jahrelang eine Blutspur durch Deutschland.

    Der Prozess wird aufwühlend. Aber was sich an behördlichem Versagen einerseits und rechter Menschenverachtung andererseits zwischen hunderten Aktendeckeln angesammelt hat, wird in München mit quälender Genauigkeit zutage treten.

    Noch ein Prozess? Die Bundeskanzlerin zögert — und sie tut gut daran. Seit vor zehn Jahren ein erstes Verbotsverfahren gegen das politische Flaggschiff der Rechten gescheitert ist, sollte man gewarnt sein.

    Die engen Drähte des Verfassungsschutzes weit in die NPD hinein führten damals zum Aus. Ein neues Verfahren ist daher nur sinnvoll, wenn die Politik vollstes Vertrauen in die zuständigen Behörden, insbesondere den Verfassungsschutz, haben kann.

    Nach der deprimierenden Pannenserie in Bezug auf die NSUMordserie ist Vorsicht angebracht. Wo Akten geschreddert und Zeugenhinweise verschlampt werden, kann nicht die Basis sein für ein Parteiverbotsverfahren, für das es in unserem Land aus gutem Grund hohe Hürden gibt.

    Am Grunddilemma eines solchen Prozesses hat sich nichts geändert: Der Verfassungsschutz muss V-Leute in die Partei schleusen, um belastendes Material zu sammeln.

    Wenn die Spitzel dort nicht auffliegen wollen, kommen sie nicht umhin aktiver Teil des Systems zu werden. Und genau dies hat das Bundesverfassungsgericht klar gerügt.

    Also wäre im Fall eines Verfahrens der frühe Abzug der V-Leute aus der NPD zwingend. Mit dem Ergebnis, dass man am Ende weniger über Strukturen und Pläne wüsste als heute.

    Das Wahljahr nutzen Traditionell sind die Monate vor einer Bundestagswahl eine Zeit verstärkten politischen Interesses.

    Politik findet auf einer Plattform erhöhter Aufmerksamkeit statt. Die Parteien sollten sie inhaltlich nutzen und nicht der NPD unfreiwillig die Hand reichen, um auf dieser Plattform präsenter zu sein als sie es ohnehin ist.

    Man kann die Zeit des Wahlkampfes auch deuten als Hochzeit der Zivilgesellschaft. Hier gilt es das Augenmerk darauf zu lenken, wie wir uns als Gesellschaft sehen.

    In vielen Parteien spielen Zuwanderer oder vielmehr ihre Kinder und Enkel zunehmend eine Rolle. Sie engagieren sich oder kandidieren selbst für den Bundestag.

    Das wäre eine gute Gelegenheit, im Wahlkampf klar herauszustellen, dass diese Menschen längst Teil dieser Gesellschaft sind, und dass wir sie brauchen.

    Ganz nebenbei gesagt: Auch in unserer Region wüsste mancher Handwerker oder Einzelhändler nicht, wie er ohne Auszubildende und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund über die Runden käme.

    Dass es auch Integrationsprobleme gibt, Ängste vor Parallelgesellschaften und islamischem Extremismus gehört freilich genauso zu einer ehrlichen Debatte.

    Wer sie engagiert und offen führt, wird gerade auch unter jenen, die ihre familiären Wurzeln nicht in Deutschland haben, aber hier zu Hause sind, engagierte Mitstreiter finden.

    So könnte das Wahljahr das Land voranbringen. Eine Verbotsdebatte erhöht den Aufmerksamkeitswert für die NPD unnötigerweise. Sie hat ohnehin kaum Aussichten, Vertreter in den nächsten Bundestag zu entsenden — schon gar nicht, wenn deutlich wird, wie schmal der Grat zur politischen Gewalt ist.

    Der Prozess von München bietet Bühne genug. Aber es ist die richtige. Dort wird zu besichtigen sein, wohin Rassenhass führt. Hier wird nicht verhandelt über Propagandadelikte — es geht um vielfachen Mord.

    Aus diesem Prozess kann Deutschland mehr lernen als aus einem zu eilig gestrickten Parteiverbotsverfahren.

    Kultur: Wolfgang Bager Leitung , Siegmund Kopitzki, Dr. Elisabeth Schwind. Sport: Ralf Mittmann Leitung , Dirk Salzmann, Marco Scheinhof. Regionalreporter: Sebastian Pantel.

    Schlussredaktion: Elisabeth Marder. Georgen, Singen, Stockach, Triberg, Überlingen, Villingen-Schwenningen, WaldshutTiengen, Wehr.

    Ständige Korrespondenten unter anderem in: Berlin, Dresden, München, Stuttgart, Brüssel, Den Haag, Genf, Kapstadt, Kopenhagen, London, Madrid, Moskau, Neu Delhi, Paris, Peking, Rio de Janeiro, Tel Aviv, Warschau, Washington, Wien, Zürich.

    Bei Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Arbeitskampf, Verbot oder bei Störungen in der Druckerei bzw. Keine Gewähr für unverlangte Manuskripte.

    Erfüllungsort und Gerichtsstand für alle Verlagsgeschäfte ist Konstanz, soweit nicht zwingend gesetzlich anderes vorgeschrieben.

    Das verbindet ihn mit dem Erschaffer der Welt. Das kostet 80 Euro — das zahlt nur ein Schwabe. Das ist ein Teil meiner Kultur.

    Serbisch Neujahr, das nach dem alten julianischen Kalender am Januar gefeiert wird, soll nach dem Willen der Regierung arbeitsfrei werden.

    Dazu stellten sie Bilder von Spitzenpolitikern beim Glühweintrinken. In unserem kleinen Sprach-Quiz können Sie testen, wie gut Sie unsere Nachbarn verstehen!

    Von den Pflegekräften wird viel erwartet, sie sollen freundlich und kompetent sein und rund um die Uhr wachen.

    Ein unmöglicher Beruf? Drei junge Leute erklären ihre Motivation Herr Held, Sie lernen Krankenpfleger. Ist das nicht ein klassischer Frauenberuf?

    Christoph: Ja, diese Erfahrung habe ich anfangs auch gemacht. Als ich am 1. Oktober mit der Ausbildung begann, war mir das noch nicht so krass klar.

    Inzwischen halte ich es für einen Fehler, dass dieses Berufsbild so einseitig besetzt ist. Sind Männer in Krankenpflege und Betten genauso gut?

    Ja, auch wenn manche Männer das verneinen, weil sie umgekehrt meinen, dass ein Automechaniker immer ein Mann sein muss. Das sind aber nur die Klischees von gestern.

    Sie sind überholt. Es gibt Männer, die sich aufgrund ihrer Herkunft nicht von einer Frau rasieren lassen. Das akzeptieren wir natürlich.

    Warum haben Sie den Beruf gewählt? Freya: Ich habe nach der Schule ein Freiwilliges Jahr gemacht — im Kindergarten. Das war mir zu wenig. Ich will später mit verschiedenen Altersgruppen arbeiten — Kinder und alte Menschen.

    Sie wollen also nahe an den Menschen ran? Freya: Ja. Mich interessiert, wie Menschen im Alter wieder zu Kindern werden oder, genauer gesagt, wieder kindliche Verhaltensmuster zeigen.

    Sie brauchen Hilfe beim Essen und benötigen Unterstützung. Das ist wichtig. Muss man sich am Anfang auch einmal überwinden, zum Beispiel wenn man beim Essen hilft?

    Soraya: Am Anfang war das eine gewisse Überwindung. Wir haben es an uns selbst ausprobiert, um diese Erfahrung einmal zu machen — von der anderen, der passiven Seite aus.

    Anfangs ist ein Ekelreflex dabei, aber man lernt ihn zu überwinden. Christoph: Wir haben das geübt — in der Rolle des Patienten. Sie machten ein Rollenspiel?

    Dabei bringen Männer doch alles mit, was man in diesem Beruf brauchen kann — auch die nötige Kraft, die man beim Heben von Kranken benötigt. Freya: Wir sollten sehen, wie sich Hilfsbedürftigkeit anfühlt.

    Wie es ist, wenn man nach Hilfe ruft, um nur aus dem Bett zu steigen. Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Wie ist es denn?

    Und wie ist es für Euch, wenn Männer mit Euch lernen? Soraya: Ich finde es gut, gerade bei den praktischen Übungen. Beim Mobilisieren von Patienten ist es zum Beispiel eine gute Unterstützung.

    Kürzlich haben wir Rasieren geübt. Die Männer haben sich bereit erklärt, dass man die richtige Technik an ihnen übt. Das fand ich klasse.

    Haben Sie auch schon rasiert? Freya: Ja, wir haben es an einem Kurskollegen geübt. Er hat es netterweise mit sich machen lassen. Bei ihm waren die Beine dran.

    Es war ungewohnt für uns Frauen, wenn man einen anderen Menschen erstmals mit einem Messerapparat auf den Leib rückt.

    Eines Tages arbeiten Sie am Intimbereich eines Menschen. Das ist sicherlich nicht einfach. Christoph: Ja. Wobei der kulturelle Hintergrund immer eine Rolle spielen wird.

    Es ist schrecklich. Man verliert einen Teil von sich selbst. Sie sind schon 31 Jahre alt. Wie kamen sie an die Krankenpflegeschule?

    Christoph: Ich habe früher an der Universität Konstanz studiert, um Lehrer für Englisch und Sport zu werden. Dann merkte ich, dass es nicht das Richtige für mich ist und entschloss mich zum Umsatteln.

    Das war die Sinnfrage. Ich wollte anderen Menschen helfen, das war es. Ist das der Traumberuf? Freya: Ja schon.

    Ich will Krankenschwester lernen und später Richtung Rettungsdienst oder Intensivstation gehen. Ich bin seit 10 Jahren im Roten Kreuz.

    Und sie? Soraya: Ich will nach der Pflegeausbil- www. Was aus den bisherigen Siegern wurde, sehen Sie online.

    Januar Trauen Sie sich, im Ausland Geld abzuheben? Frage heute: Ist der schnelle Atomausstieg ein Fehler? HOF MA NN Themen des Tages 3 SÜDKURIER NR.

    JANUAR S AÜ M D KS U T ARGI E, R5. N4U A RM P2 0 1 3 Themen des Tages 3 Warum gehen junge Leute in die Krankenpflege?

    Freya Wilhelm von links , Soraya Chrihi und Christoph Held rechts sind seit einigen Wochen in der Krankenpflegeschule in Singen. Im Gespräch mit Redakteur Uli Fricker berichten sie über erste Eindrücke und ihren Idealismus.

    Stumme Zuhörer im Hintergrund sind zwei anatomische Lehr-Modelle. BI LD: SABI N E TESCHE dung die Fachhochschulreife nachholen.

    Später könnte ich mir die Ausbildung von Schwestern vorstellen, vielleicht auch eine Aufgabe in der Stationsleitung. Dieser Beruf muss noch mehr gefördert werden.

    Er ist zum Mangelberuf geworden. Und die Bezahlung? Christoph: Wegen des Geldes fängt niemand diese Ausbildung an. Einmal indiskret: Was verdient Ihr?

    Könnt Ihr davon leben? Soraya: Bei mir und Freya ist es kein Problem, wir wohnen bei den Eltern.

    Christoph: Meine Ansprüche sind momentan nicht allzu hoch. Für eine Lehrstelle ist das aber gutes Geld. Würden Sie sich als Idealisten bezeichnen?

    Christoph zögert. Ich schon, ein bisschen. Soraya: Mir geht es um einen Beruf, in dem ich den Leuten helfen kann. Deshalb ist dieser Beruf sinnvoll.

    Gesellschaftlich ist die Krankenpflege sehr angesehen. Soraya: Auf jeden Fall. Aber ich habe auch andere Kommentare gehört, auch in meinem Freundeskreis.

    Nach dem Besuch des Berufskollegs I begann sie am 1. Oktober die Ausbildung zur Krankenschwester. Freya Wilhelm, 17, aus Gottmadingen absolvierte nach der Realschule das Freiwillige Soziale Jahr FSJ im Kindergarten.

    Nun erlernt sie Krankenpflege. Christoph Held, 31, ist Quereinsteiger. Aber das ist ja nicht alles. Man sieht das Lächeln eines Patienten.

    Das hebt einen doch! Freya: Von meiner Familie erhalte ich viel Unterstützung. Sie sieht meinen Weg als Herausforderung. Wie kann man bedrückende Erfahrungen, die man im Krankenhaus gewinnt und mitschleppt, vom Privatleben trennen?

    Lernen Sie das? Christoph: Wir sind ja noch frisch in der Ausbildung, unser 1. Schuljahr begann am 1. Wir werden vorbereitet, damit es nicht zu nahe gehen wird.

    Soraya: Und noch etwas: Wir werden auch den Patienten vorbereiten, dass er leichter loslassen kann. Auch das ist eine Aufgabe des Seminars.

    Er wohnt in Konstanz. Die Ausbildung dort dauert drei Jahre. Pause Soraya: Nein, weil ich mich davor gründlich mit der Berufswahl befasst habe.

    Zeitweise neigte ich mehr der kaufmännischen Branche zu, dann dachte ich mir: Da hast du kaum Bewegung und hockst vor einem PC.

    In der Wirtschaft sagt man: Du wirst deinen Nachbarn verraten, wenn es dir einen Vorteil bringt, Das will ich nicht.

    Freya: Ich habe es nie bereut. Krankenpflege ist eine breit angelegte Ausbildung — von der Ernährung bis zur Hygiene. Das Pensum der Pflegeschule ist enorm.

    Wie bekommt man das alles in den Kopf hinein? Soraya: Durch intensives Lernen. Man macht sich die Zusammenhänge deutlich sie weist auf das anatomische Modell hinter ihr.

    Wenn man sich eine Abfolge klar macht, kann man sich die Funktionen des Körpers gut einprägen. Christoph: Man muss auch Prioritäten setzen.

    Sonst geht es nicht vorwärts. Soraya: Ab und zu stelle ich meine Freizeit zurück. Dann lerne ich, sonst geht nichts vorwärts. Christoph: Ich bin froh, dass ich über die Sportwissenschaft einiges an Vorwissen habe.

    Sonst wäre es ziemlich happig. Denn Krankenpflege ist anspruchsvoll. Ihr habt am 1. Oktober mit der Ausbildung begonnen. Freya: Morgen! Wie das? Erst gibt es eine Einführung, dann gehen wir mit Schülern des 3.

    Ausbildungsjahres auf die Station. Dürft Ihr am Anfang schon am Patienten arbeiten? Christoph: Nein, wir sehen ihn unter Anleitung.

    Der erste Tag auf der Station ist mehr ein Schnuppertag. Wie übt man das Verabreichen einer Spritze? Soraya: Ich habe von den Älteren gehört, dass sie es an sich selbst ausprobiert haben.

    Die Sicht über den See ist trüb an diesem Morgen, doch die jungen Leute in der am Ufer gelegenen Mettnau-Schule in Radolfzell sehen ihre Zukunft klar vor Augen.

    Sie haben sich entschieden, ihr Abitur zu machen, um Medizin zu studieren. Die Abteilungsleiterin für berufliche Gymnasien und Altenpflege hatte zunächst Bedenken, dass sich genügend Schüler mel- den.

    Doch inzwischen haben 24 junge Frauen und vier Männer das Profilfach mit sechs Stunden Theorie und einer Stunde Laborübung in der Woche belegt.

    Radolfzell ist damit eine von sieben Städten in Baden-Württemberg, die diesen Schwerpunkt anbietet. Das Alter der Schüler, ebenso wie ihre Vorgeschichte, ist gemischt.

    Die jährige Tabea hat nach der Realschule eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten gemacht.

    Sie will Zahnmedizin studieren. Auch der jährige Marc hat bereits eine Ausbildung zum Rettungshelfer gemacht, sein Vater hat OP-Pfleger gelernt, seine Mutter ist Krankenschwester, die Stiefmutter Hebamme.

    Auch er hat einen Bezug zum Thema, denn seine Familie kümmert sich zu Hause um die pflegebedürftige Oma. Der Lehrplan konzentriert sich auf altersbedingte Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, Herz- und Kreislauf, Demenz, aber auch Tumorerkrankungen, Schlaganfall und psychische Erkrankungen.

    Weitere Themenbereiche sind der Aufbau des Gesundheitswesens und die Gesundheitspolitik. Jürgen Alle, Soziologe und Sozialpsychologe an der Schule, geht mit den Schülern beispielsweise der Frage nach, welchen Einfluss es auf die Entstehung von Krankheiten hat, dass jemand einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht angehört.

    Zusammen mit dem Jährigen unterrichtet Katrin Stimmt das eigentlich: Oft setzen Schwestern die Spritze geschickter als der Arzt?

    Christoph: Der Verantwortung bin ich mir bewusst. Doch ist eines klar: Ein Jeder gibt sein Bestes. Soraya: Ich mag es an mir auch nicht. Es ist ein komisches Gefühl.

    Seid Ihr selbst gute Patienten — also geduldig und kooperativ? Freya: Das kommt auf den Charakter des Einzelnen an. Es gibt Patienten, die haben sich über die Jahre ein enormes Internet-Wissen erworben.

    Sie haben ihre Krankheit gegoogelt und sich alle möglichen Stichworte und Fachbegriffe angeeignet. Dann kommen sie auf die Station und denken dann, sie wüssten es besser als Ärzte und Pflegekräfte.

    Ich sage mir: Solange ich im Krankenhaus bin, haben die Behandelnden das Wort und das Sagen. Das muss ich zulassen als Patient.

    Werden Sie auch auf die Angehörigen und deren Nöte oder Widerstände vorbereitet? Christoph: Wir bauen in der Ausbildung unsere Gesprächsführung aus und erwerben Sozialkompetenzen.

    In der Praxis wird ohnehin jeder seine ganz eigenen Erfahrungen sammeln. FRAGEN: ULI FRICKER Mettnau-Schule Bräutigam, 38, das Profilfach mit sechs Stunden Theorie und einer Stunde Laborübungen in der Woche.

    So wie ihr Berufsweg könnte der ihrer Schüler auch verlaufen. Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester und dem Abitur studierte sie Pflegepädagogik und Biowissenschaften und schloss ihr Referendariat im Bereich Gesundheit und Pflege an.

    In Europa seien die Pflegeberufe längst akademisiert. Oder sollen sie stur weiter ihr Ding machen, auf alten Pickups rumfahren, in der örtlichen Bar saufen, Amerikaflaggen an ihre Scheunen pinseln und ansonsten dabei zusehen, wie alles finanziell den Bach runtergeht, auch wenn man sich treu geblieben ist.

    Das ist das Setting. Und dann wird alles eben verwirrend. Es ist mühsam, diesen dritten Teil der Linklater-Trilogie, BEFORE MIDNIGHT in knappen Worten zu schildern.

    Die ist auch hier so simpel wie immer: Jesse und Celine reden, laufen, reden. Über sich und das Leben. Inzwischen sind sie verheiratet und mit Zwillingen Eltern geworden und verbringen einige Wochen in Griechenland auf dem herrlichen Landsitz eines Autors.

    Jesses Sohn aus erster Ehe die in Teil 2 zum Scheitern gebracht wurde fliegt zurück zu seiner Mutter, was Jesse sehr zusetzt und die Frage aufwirft: Sollte ich mehr mit meinem Sohn zusammen sein?

    Doch die beiden wohnen in Paris, der Junge in Chicago. Was bedeutet diese Frage nicht die Entscheidung für Celine.

    Sie jedenfalls sieht sie als den Anfang vom Ende ihrer Liebe. Mein Abschlussfilm der Berlinale begleitet von Tränen und Freude. Das Remake ist mit zweieinhalb Stunden lang - aber keine Minute zu lang.

    Ganz behutsam wird hier das Portrait einer Familie und zugleich der japanischen Nation zu Beginn des Jahrhunderts erzählt. Darin enthalten: Verlust, kulturübergreifende inner-familiäre Konflikte und das Ringen von Tradition und Moderne, das wohl in jeder Generation und zwischen Eltern und Kindern abläuft.

    Eine Familie in einem krisengebeutelten Land überprüft ihren Zusammenhalt. Der Weg bis zur Volljährigkeit hat PAUL BOWLES: THE CAGE DOOR IS ALWAYS OPEN nichts genutzt.

    Konventionell und brav chronologisch arbeitet der Film sich Punkt für Punkt entlang des des Lebens von Pauls Bowles. Er lässt Zeitzeugen, Freunde und Begleiter auftreten und Sätze sagen, die sie so schon in zig Dokumentationen über die 30er Jahre in NY, die 40er in Paris, die Beats, die Hippies, William Burroughs, die Homosexuellen Bewegung, die amerikanische Literatur der 50er und 60er, Jane Bowels und all die Kifferpoeten Biopics und Tanger Stadtportraits gesagt haben dürften.

    Alles zig Mal gesehen und gehört und gelesen, wer sich für amerikanische Exilanten Literatur Mitte des letzten Jahrhunderts interessiert.

    Und im Vergleich schon zig mal kreativer, versierter und kritischer gesehen und gelesen, wer Bowles war und warum. Was das Panorama bei der Auswahl dieses Films geritten hat, ist ein Rätsel.

    Vielleicht trübt der Wunsch, möglichst viele Filme, die irgendwie mit Homosexualität zu tun haben in der Sektion zu zeigen, auch manchmal den kritischen Blick.

    Frances Greta Gerwig ist eine nett-verbimmelte Endzwanzigerin, die älter aussieht und sich jünger benimmt. Die Ernsthaftigkeit des Themas schmuggelt sich wie in U-Boot unter all dem Lachen und Fremdschämen und innerlich Ratschläge verteilen durch: Wie lang soll sie an ihrem Traum festhalten und wann ist es Zeit, den Traum sausen zu lassen?

    Am Ende wird Frances - entgegen der meisten Ratschläge in den Köpfen der Zuschauer - alles richtig und auf ihre Art gemacht haben - auch wenn es eine ganze Weile überhaupt nicht danach aussieht.

    Kontext, Kontext, Kontext muss man denen zurufen, die diesen Film - eigentlich normal - unter rein narrativen oder ästhetischen Gesichtspunkten bewerten.

    Ein Film über das Filmemachen als ein vom Staat als Geisel genommener und mit Berufsverbot belegter Regisseur ist das.

    Panahi war in Haft, durfte schon als Jurymitglied vor zwei Jahren nicht anreisen, zeigte in Cannes einen Film über sich zu Haus, wie er darüber nachdenkt, einen Film zu machen.

    Was mach ich nur mit diesem Film? Er ist jung und wild und hat Charakter, etwas Eigenes und Ehrliches.

    Er ist aber auch prätentiös und selbstverliebt wie seine Charaktere. Rahmen der losen Handlung ist ein Tag und eine Nacht in irgendeinem Haus um Berlin.

    Eine Gruppe junger Menschen - Typ Neuköllner Studenten mit löchrigen Klamotten und Ledermänteln vom Second Hand Laden und künstlerischen Ambitionen - versammeln sich, um einem Freund zu gedenken, der sich das Leben genommen hat.

    Und wenn der Abend fortschreitet, werden erste Risse in der Gemeinschaft scheinbar in Trauer vereinter, gleichdenkender Freunde sichtbar.

    In Deutschland diskutiert die Öffentlichkeit Cybermobbing, weil auf SchülerVZ dummes Zeug geschrieben wird. In Juarez, Mexiko, Meter von der Grenze nach El Paso, USA, brauchte es erst zehntausende Tote seit insgesamt Dieser Film des Kriegsfotografen Shaul Schwarz ist ein sehr eindringliches, knallhartes Doppeportrait der Polizeiarbeit in einer staatlich gesetzlosen Stadt und von Musikern, die die Mörder in ihren populären Liedern verherrlichen sowie in einer krassen Form psychologischer Widersprüchlichkeit auch von denen bewundert werden, die unter den Kartellen leiden.

    Ein altes Phänomen, das wir in milderer Form von der italienischen Mafia kennen. Was für ein cooler Film: diese Autos, die Musik, das hübsche Mädchen, dass sich endlich aus dem katholischen Elternhaus und von der manipulativen Mutter befreit, die ihren Körper beginnt zu mögen, beim Sex das Licht anlässt, aufblüht, berühmt wird und kurzzeitig auch reich lebt.

    Was für ein bitterer Film: Hässliche Klamotten, geschmacklose Frisuren, schmierige, sehr haarige Männer, die dem hübschen Mädchen erst die Eltern, die Herkunft, dann die Unschuld und das Geld nehmen, die sie schlagen, vergewaltigen und Lindas 17 Tage in der Pornoindustrie und ihre Rolle in DEEP THROAT für sie zur fast lebenslangen Hölle machen.

    Zunächst wird nicht viel erklärt. Der Film beginnt mit einer Offstimme, die etwas über zerbrechenden Verstand erzählt.

    James Franco beginnt mit dieser Stimme, die kommentiert und ihn ermahnt und viele, viele Fragen stellt, eine Unterhaltung. Die Stimme ist in seinem Kopf und quält den ehemaligen Fernsehschauspieler vor allem, weil alle anderen die Stimme nicht zu hören scheinen.

    Wenn ihm das zu viel wird, greift er zum Telefon und beruhigt sich ein paar Minuten mit dem Freizeichen. So langsam krieg ich Angst.

    Nach wenigen Stunden Schlaf zur ersten Vorstellung gequält und wieder ein Missgriff. Habe ich in diesem Jahr den evil touch bei der Filmauswahl?

    Obwohl ich ignorant Filme aus Israel schon eine Weile meide, weil der ewig ungelöste Konflikt mit den seit Jahrzehnten gleichen Effekten und Erzählungen inzwischen nur noch langweilt - YOUTH von Tom Shoval schien ein Film über zwei junge Brüder aus der Vorstadt von Tel Aviv sein, die den drohenden Bankrott ihrer Eltern mit der Entführung eines Mädchens und erpresstem Lösegeld aufhalten wollen und dabei notwendigerweise auf die Fresse fliegen.

    Nebenbei wird auf die Wirtschaftskrise in Israel die aber nicht gerde ein Unikum ist und auf Familien mit Sorgen auch eher üblich hingewiesen.

    Die Bräsigkeit der Jugend, die von sich selbst begeistert, meint, alles im Griff zu haben, auch davon erzählt der Film. Zumal in Israel, wo Jungs und Mädchen mit 18 als Soldaten mit Gewehr durch die Gegend laufen und sich daher wie ein Mann fühlen darf, auch wer im Kopf höchstens ein Männchen ist, das Ganze gefährlicher werden kann.

    Wenn das mit Griechenland so geht, wie mit diesem Film, kann es dauern mit der Genesung. Lange dauern.

    Ein bekannter Talkshow Morgenmagazin Mann flüchtet in ein leeres Hotel an der Küste. Dort kocht er jeden Tag Nudeln mit Ketchup und experimentiert mit einer Molekularnudel.

    Er deckt die Tische, er stellt überall Fernseher auf und betrachtet seine alten Sendungen, die von Jahr zu Jahr peinlicher werden. Ab und an kommt der Sendereigentümer, der in seine Flucht eingeweiht ist, bringt Essen und einen Anzug für Weihnachten.

    Jeden Morgen wacht Antonis Paraskevas um Punkt vier auf und der Zuschauer ahnt, dass die Wende dieses Films sein wird, dass er verschläft, irgendwann.

    Ich hatte schon ein paar Worte über TV-Serien auf der Berlinale verloren. Nun die erste Stunde der 6 stündigen Mini Serie TOP OF THE LAKE von Jane Campion gesehen.

    Ich würde gern weitergucken. Es sind viele offene Enden gelegt und die Geheimnisse und Bruchstellen der Figuren werden gerade erst erkennbar und man ahnt den Sturm, der kommt.

    TV Filme auf einem Kinofestival - muss das sein? Selbst wenn so viele sagen, amerikanische TV Serien wie Sopranos, Mad Men oder Breaking Bad seien nicht nur die neuen Romane, sondern das Kino müsse von der Form des Erzählens dort lernen.

    Klar, eine Vorführung der ersten Sopranos Staffel auf der Berlinale hätte wohl auch der grandiosen Serie in Deutschland viel früher Aufmerksamkeit verschafft.

    Und vielleicht hätten einige so einiges früher kapiert Diese Jahr ist auf jeden Fall eine TV Serie dabei - allerdings nicht zum ersten Mal. Und auch drei deutsche Regisseure, Dominik Graf, Christian Petzold und Christoph Hochhäusler zeigten wenn auch nicht eine Serie, doch die TV Trilogie DREILEBEN Da zumindest an deutschen Filmen ohnehin fast immer ein Fernsehsender produzierend beteiligt ist, verwischen die Grenzen ohnehin - was in der Vergangenheit zu einigen Debatten über Kino und Fernsehen und die Produktionsbedingungen führte.

    Volker Schlöndorff verlor z. Mehr: " TV Serie von Jane Campion - Ist die Berlinale der richtige Ort? Plakat Berlinale Talent Campus Die Gästeliste des B erlinale Talentcampus liest sich wie ein Who is Who von den 60er Jahren der Filmwelt bis Heute.

    Mit dabei unter vielen: Jane Campion, Anita Ekberg, der Coppola Cutter Walter Murch, Nina Hoss, Ken Loach, Ulrich Seidl, Paul Verhoeven und John Cameron Mitchell.

    Es gibt jetzt: Script Station, Doc Station und Short Film Station , wo praxisbezogen die Projekten der hoffnungsvollen Jugend bearbeitet werden.

    Sound of Silence Schwerpunkt des Sound Studios, des neuen Hands-on Programmes des Campus, ist Sound Design. Buch und Film sind Geschwister, nein viel mehr, sie sind Zwillinge, nach der Geburt getrennt.

    Gerade war Anna Karenina im Kino, und On the Road von Kerouac, wir erinnern uns an Das Parfüm, Die Blechtrommel, Der Englische Patient und und und.

    Februar kommen Filmproduzenten mit Autoren oder ihren Vertretern zusammen. Verleger und Literaturagenten kommen ins Gespräch können Filmrechte optionieren.

    Basma Alsharif, The Story of Milk and Honey Das Forum Expanded ist der Begegnungsort von Kunst und Film in seiner reinsten Form.

    Es geht dann um Ozean- und um Schallwellen, um radioaktive Strahlung und um Psychologie, um nationale Schuld und Verantwortung - man könnte wohl sagen, es geht ums Ganze.

    Seine Idee: Klänge verschwinden nie, sondern werden nur leiser. Die Künstlerin Wendelin van Oldenborgh untersucht künstlerisch frühere Kolonien der Niederlande in Südostasien.

    Mehr: " Das Forum Expanded Nr. The Look of Love von Michael Winterbottom; Film Four, Revolution Films. Und dann gibt es noch 20 andere Sektionen und Reihen - aber lassen wir das.

    Und wie vergangenes Jahr: Nach der Vorstellung gibt es im Haus der Berliner Festspiele eine extra Veranstaltung mit moderierten Gesprächen in Anwesenheit der Filmemacher.

    Freuen dürfen sich die Fans des herrlichen CINEMA PARADISO; der Regisseur Giuseppe Tornatore zeigt seinen neuen Film THE BEST OFFER u.

    Worum es geht? Bilder, eine Auktion, eine verschlossene Tür…. Im Beitrag von vielfach Berlinale Besucher Michael Winterbottom THE LOOK OF LOVE geht es wie in einigen Panoramabeiträgen um Pornografie.

    FRANCES HA von Noah Baumbach Pine District Pictures. Hier findet man das sogenannte Arthouse Kino, also anspruchsvolle, kritische, aber meist stilistisch und erzählerisch nicht zu abgefahrene Filme, von Komödien über Dramen, ja sogar Thriller und Kostümfilme gehören dazu.

    Plus die Panorama-üblichen Filme aus der Homosexuellen- oder Transgender-Welt. Die Berlinale ist ihr Testlauf. Wer hier Publikumssieger wird oder irgendwie auffällt, wer es von hier in Zeitungsbesprechungen schafft oder Blogbuzz erzeugt, der hat gute Chancen auf eine europaweite Kinoverwertung.

    Und so finden sich im diesjährigen Programm auch einige Independent- und Festival-Hits aus den USA:. Wenn es zu sehr rauscht — die Leute, die Bilder, die Sinnzusammenhänge — kann der Berlinalebesucher auch dieses Jahr entfliehen.

    Ins Forum Expanded, das sich mit Videos, Vorträgen und Installationen irgendwo zwischen Kunst, Film und Metaebene präsentiert. Orridge bewundern. In diesem Jahr ist zum wiederholten Male Isabella Rossellini dabei.

    MAMMAS ist die Fortsetzung ihrer bizarren Kurzfilmreihe Green Porno , die sie auf der Berlinale präsentierte.

    Wieder schlüpft die Schauspielerin und Regisseurin in unterschiedlichste Tierrollen — diesmal, um die Mutterinstinkte verschiedener Spezies zu erforschen.

    Ebenfalls zu Gast ist Richard Foreman. Der Gründer des legendären New Yorker Ontological-Hysteric Theatre, kehrt mit seinem Film ONCE EVERY DAY nach über 30 Jahren zum ersten Mal auf die Leinwand zurück.

    Huch, die Berlinale zeigt Filmkunst zur Eröffnung. Gerade, als man sich schon daran gewöhnt hatte, vor allem bald startende Hollywood Filme kredenzt zu bekommen, damit der rote Teppich auch tüchtig voll ist mit Stars zum Start.

    Wong Kar Wai - in diesem Jahr auch Jury Präsident - ist die Fusion aus allem, was die Berlinale sein will: Filmkunst Schau mit Ernsthaftigkeit und dabei trotzdem auch ein bisschen Glam und Lärm produzieren.

    Wong ist eine so tolle Mischung, weil er Arthouse Superhits drehte, doch seit fast 6 Jahren, trotz fester Fanbase, eigentlich nichts Neues.

    Erwartungen waren also vorhanden. Und dann huldigt er in diesem Film plötzlich nicht mehr der Liebe in elegischen Bildern, wie in fast allen Produktionen davor, sondern schafft ein schönes Stück Genre Kino: Im China der 30er Jahre geht es um einen Martial Arts Meister gespielt vom tollen Tony Leung Chiu Wai , der auch Mentor von -ACHTUNG- Bruce Lee war.

    Und das Ganze in wie der Trailer vermuten lässt - eben doch wieder in diesen Wong Bildern. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

    Doch wer nun nur Action erwartet, muss kurz innehalten und überlegen, wer der Regisseur ist. Rund drei Jahre Drehzeit und mehr als ein Jahrzehnt Vorbereitung hat Wong Kar Wai dem Film gewidmet.

    Berlinale teilzunehmen und das Festival zu eröffnen. Der Film ist für mich ein Traumprojekt, das ich über viele Jahre hinweg entwickelt habe, und ich bin sehr glücklich, dass ich ihn in Berlin präsentieren kann.

    Ich habe mich ohnehin sehr darauf gefreut, als Jurypräsident der Internationalen Jury nach Berlin zurückzukehren. Titelfoto Creative Commons Flicker von Caspy Sind sechs Filme eine Serie?

    Was ist das nur, mit dem Menschen und den Tieren auf der diesjährigen Berlinale? Sie sind das Andere und zugleich Projektionsfläche für unsere Unzulänglichkeiten.

    Dabei kann es sein, dass wir mit einem Hund mehr Gemeinsamkeiten haben als mit unseren Arbeitskollegen - wenn wir es schaffen, eine Kommunikationsebene mit ihm zu finden.

    In FRANCINE von Brian Cassidy und Melanie Shatzky zum Beispiel ist eine Frau nach langem Gefängnisaufenthalt unfähig mit Menschen näheren und bleibenden Kontakt zu finden und sammelt stattdessen zahllose Vierbeiner auf, pfercht sie in ihren bald total versifften Trailer - glücklich, jemanden zu haben, der sie braucht.

    Dass diese Art Über-Liebe nicht gut enden kann, ahnt man bereits früh. Das Tier als Ersatz für verlorene Gefühle und Fähigkeiten.

    Weltflucht in der Herde. Die Frage, Warum digital? Was in SIDE BY SIDE als erstes auffällt, ist die wechselnden Kopfbehaarung von Keanu Reeves als Interviewer: zauseliger Vollbart, akkurat gestutzter 3-Tage Bart, Zopf wie Samurai, kurze Haare.

    Er interviewt 72! Filmemacher: Von berühmten Blockbuster und Indie Regisseure wie James Cameron, David Lynch, Lars von Trier oder George Lucas oder Scorsese bis zu den im Star-fixierten Filmbetrieb meist unbekannten, aber essentiell wichtigen Kameraleuten, Cuttern, Farbkorrekteuren und Produzenten.

    Das Thema: Was tut die Digitalisierung der Filmkunst, dieser Jahre alten Tante an? Nationalismus wie eigentlich die allermeisten -ismen sind Schwachsinn.

    Sie haben Millionen von Menschen das Leben gekostet oder sehr, sehr erschwert. In diesem Film wird dem Zuschauer aus dem Leben der Exilkoreaner in Japan erzählt.

    Nord-Koreanische Exilanten, von denen viele Zehntausend ab Ende der 50er Jahre zurück in ihre Heimat gingen - und seitdem dem irrwitzigen und grotesken Kommunismus des Il-Clans ausgeliefert sind.

    Der sehr bewegende, eindringliche Film erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der nach 25 Jahren wieder seine Familie in Japan besuchen darf, um sich einer medizinischen Behandlung zu unterziehen.

    Sein Vater - noch immer überzeugter Kommunist - hatte ihn damals nach Nordkorea geschickt. Eine biblisch anmutende Geschichte ist das, wie bei Abraham, der seinen Sohn Isaak opfern sollte - es aber am Ende nicht musste, weil Gott nur sehen wollte, das er es tun würde.

    In diesem Film wird jedoch niemand verschont. Ein versponnenes kleines Filmchen aus Japan - und wieder was mit Tieren, ein unentdeckter roter Faden der Berlinale Die allein in einem traditionellen Haus lebende Sayoko marschiert immer am Fluss entlang, in einem kleine Wagen ein paar Katzen, die sie vermietet.

    Und tatsächlich finden sich eine ältere Frau, ein Mann, der wegen der Arbeit von seiner Familie getrennt lebt und ein junges Mädchen mit tristem Job als Kunden.

    Die Dialoge, das ein Kniff des Films, laufen an bestimmten Punkten immer identisch ab. Doch dann sieht man sie genau das tun: Börsenmaklerin, Wahrsagerin, Komponisten von Fernsehjingles.

    Und wieder Katzen vermieten. Dieser Film spielt in Minnesota, also mitten in dem eher gesichtslosen Teil von Amerika mit Malls und Tankstellen und Suburbs.

    Man hätte ihn genauso auch mitten in Deutschland machen können. Wer tatsächlich gefangen ist in der Vergangenheit stellt sich schnell heraus.

    Die ersten Minuten versprechen narratives amerikanisches Autorenkino, der gehobenen Art. Ausdrucksstarke Schauspielerin Melissa Leo und harte, bewegende Geschichte fern von Happy End und Feelgood der Hollywood Baukastenfilme.

    Francine kommt aus dem Gefängnis, wie lange und warum sie dort war, erfahren wir nicht. Sie spricht nicht oder nur das Nötigste. Ihr Gesicht ist verhärmt und meist unbeweglich.

    Ausser, wenn sie mit Tieren spricht, dann blüht sie auf. Sie stolpert von Job zu Job, weil sie bestimmte Leute zu meiden beginnt.

    Solche nämlich die ihr guttun, sie wieder in die Spur bringen könnten. Stattdessen entwickelt sie sich zum Tier-Messi, lebt mit dutzenden Viechern in dem bald total runtergekommenen Trailer.

    Anstatt sich den Menschen und der Welt, in die sie aus dem Gefängnis entlassen wurde, zuzuwenden, wendet sie sich ab.

    Das kann nicht gutgehen. Der Film lässt einen eigenartig aufgewühlt zurück. Ein bisschen genervt und unbefriedigt auch.

    Da sind dieser Mann und die Frau in einem teuren Auto. Sie kurven durch die Berge im Grenzgebiet von Iran und Afghanistan und verschenken aus ihrem Kofferraum heraus Geldsäcke an jeden, der ihnen begegnet in dieser menschenleeren Gegend.

    Am Anfang spielen sie noch ein lustiges Spiel, als streitendes Ehepaar vor Soldaten, erzählen wilde Geschichten über ihr Absichten und bewerfen die Soldaten mit Geld, kreischend vor Lachen.

    Aber jede Begegnung mit den bitterarmen Leuten in den Bergen macht ihr Spiel böser, zynischer, abartiger.

    Bis es restlos alle beschädigt zurücklässt. Und natürlich die Natur der Alpen zu allen Jahreszeiten.

    Die Geschichte ist schnell erzählt - eigentlich: Eine Frau bleibt in einer Berghütte zurück und als die Freunde nicht wiederkommen, stellt sie fest, dass sie wie von einer gläsernen Käseglocke in diesem Tal festgehalten wird.

    Jenseits des Glases ist das Leben der Menschen erstarrt und die Zeit stehen geblieben. Sie ist allein und auf sich gestellt und macht sich ihre Gedanken.

    Mit ihnen wird die Geschichte plötzlich komplex, vieldeutig, metaphorisch - weil dieser Mensch denkt, Vorstellungen und wechselnde Gefühle entwickelt, sich selbst und die Welt analysiert.

    Weil genau das Menschsein bedeutet. Finnischer Science Fiction Film in Zusammenarbeit mit Australien und Deutschland? Erfahrungen hat er schon als Führer in Christoph Schlingensiefs JAHRE ADOLF HITLER gemacht.

    Vor dem Film musste ich dem finnischen Radio die Frage beantworten, ob Deutschland reif ist für eine Nazi-Satire. Na klar, gibt ja schon eine ganze Menge.

    Ob Deutschland reif ist für eine finnische Nazi-Satire überstieg allerdings meine Vorstellungskraft. Optisch ist IRON SKY aber näher an HELL BOY als am Schlingensiefschen Style.

    Der Film sieht echt gut aus, ist nicht so eine Bastlel-B-Movie wie die Star Wars Parodie der Filmemacher STAR WRECK , mit dem sie vor ein paar Jahren berühmt wurden.

    Sie sieht sehr strahlend aus, diese Welt in MAGNOLIA , vielleicht ein wenig zu verlogen ist sie unter dem Strahlen. Bis der Froschregen kommt.

    Für Episodenfilme typisch, berühren sich die diversen Geschichten von neun Hauptfiguren, ohne dass diese es bemerken.

    Der Film wird im weiteren Verlauf durch Wetterberichte aufgeteilt und verbindet die disparaten Geschichten in Raum und Zeit. Es geht um vertrackte oder zerhackte, verlogene oder verlorene Beziehungen und irrationale Träume, es geht um den Tod und den Wunsch nach dem richtigen Leben.

    Sehr schweigsam hat der Film uns gemacht. So schweigsam, dass das rituelle Nach-Film-Bier ausfiel.

    Was gab es noch zu sagen? Nach solchen Bildern, solch einem Film. Inzwischen habe ich alle Malickfilme gesehen. Dieser bleibt der eindrücklichste und ausgewogenste.

    Ebenfalls auf der Berlinale lief vor ein paar Jahren A NEW WORLD: Sehnlichst erwartet und dann eine Katastrophe. TREE OF LIFE gewann in Cannes - und kaum ein Gewinner dürfte so sehr gespalten haben.

    Malick riskiert etwas mit jedem Film und so manches Mal scheiterte er. Zu finden sind die Malickzutaten aus roher, unbeeindruckter Natur und menschlichen Wünschen wie Unzulänglichkeiten in all seinen Werken.

    Auch in dem Gewinnerfilm A THIN RED LINE Der Schmale Grat. Da gelang ihm darüber hinaus ein Ensemblefilm mit dutzenden Schauspielern, ein Naturfilm mit minutenlangen Einstellungen von Dschungel und Getier, ein Kriegsfilm mit den üblichen Zutaten, ein Essayfilm über den Mensch in der Masse, ein Drama um Leben, Tod und Sehnsucht.

    Alles, was in A NEW WORLD total und in TREE OF LIFE eher misslang, glückte hier: Einen Film zu schaffen, der irgendwie von allem handelt, was Menschsein ausmacht.

    Es hätte der Einstieg eines tollen Autors ins Filmgeschäft sein können - Spezialpreis der Jury auf der Berlinale.

    Das Drehbuch stammte von Paul Auster , damals einem der Lieblingsautoren der Deutschen. Harvey Keitel, William Hurt, Forest Whitaker. Und mit BLUE IN THE FACE gab es sogar noch eine Star-gespickte Improvisation, die dem Zuschauer die Frage ersparte, wie es wohl weitergeht mit Auggie und dem Tabakladen, mit Brooklyn und den Rauchern.

    Ein Film, der mich bis heute durchs Leben begleitet, auch wenn ich ihn nach nur noch einmal anschaute, ja wahrscheinlich genau deshalb.

    Die Erstbegegnung war ein Volltreffer. Die Figuren im Film im gleichen Alter gespielt von Ethan Hawke und Julie Delpy sprachen über Dinge, die jeden in dem Alter so beschäftigen: Liebe, Zukunft, das richtige Leben.

    Ich habe wohl nie zuvor einem Film so genau gelauscht und wollte viele Sätze noch im Dunkeln aufschreiben, die da gesprochen wurden. Das ist mal eine Zusammenarbeit: Die Retrospektive der Berlinale wurde bisher von der Deutschen Kinemathek , einem der renommiertetesten Filmmuseen der Welt, kuratiert.

    Die Sammlung in Berlin von ca. Nun soll es eine längerfristige und damit auch dauerhafte Zusammenarbeit geben. Künftig werden die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die Deutsche Kinemathek und das MOMA bei der Auswahl der Themen und bei der Kuratierung der Retrospektiven kooperieren.

    Das Panorama teilt sich drei Bereiche: Hauptprogramm, Panorama Special und Panorama Dokumente. Nach der Sichtung von mehreren Tausend!

    Filmen stehen jetzt die ersten 20 fest. Als Journalist versucht man ja immer aus den vielen, vielen Filmen einzelne Themenschwerpunkte zu destillieren, um das Lesen leichter zu machen und Trends aufzuspüren.

    Was aber von diesem Programm bekannt ist, geht so weit auseinander thematisch, ist so breit gefächert sowohl inhaltlich, wie geographisch und stilistisch, dass man einfach akzeptieren muss: Hier steht jeder Film für sich.

    Das hier sind die bis jetzt bekannten:. Offiziell läuft es zwar unter dem Namen eines der Regisseure, Hou Hsiao-hsien, aber das Kollektivprojekt macht jetzt schon mit einer kleinen Aktion auf sich aufmerksam.

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